Spionage aus dem Luftraum

Spionage aus dem Luftraum
Maximilian Köhler
Verfasst von Maximilian Köhler

Wenn man an Ausspionieren aus dem Luftraum denkt, kommt einen natürlich gleich das Wort „Drohne“ in den Sinn. Dieses Gerät ist momentan in aller Munde und wird nicht nur im Militär genutzt. Aber auch Flugzeuge und Satelliten sind Instrumente um den Luftraum auszuspionieren.

Berühmt und berüchtigt ist auch das Spionage- und Aufklärungsflugzeug, die Lockheed U-2 der US-Regierung. Die sogenannten U2-Einsätze im Irak gegen die IS dienten zur Aufklärung bei der Operation Inherent Resolve.
Der US-Amerikaner Gary Powers flog am 01. Mai 1960 über die Sowjetunion. Doch während dieser Spionagemission hatte das Flugzeug einen Triebwerkschaden und stürzte ab. Der Schleudersitz war für ihn nicht zu betätigen, da er eingeklemmt war. Gary Powers konnte sich mit einem Fallschirm und trotz mehrmaliger Ohnmacht retten, wurde aber von den Russen gefangen genommen und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.
Eine Blamage für die Amerikaner, die daraufhin bei einigen Maschinen dieses Typs die Schleudersitze entfernten.
Laut Amerikaner war das keine Spionageflug, sondern nur ein Wetterflugzeug. Später aber verniedlichte man das Manöver jedoch und erklärte, dass solche Flüge über Russland schon länger stattfanden und ganz normal wäre.
Tja man gibt ja natürlich nicht gerne zu, dass man jemanden ausspioniert.

Dann gibt es natürlich noch die Spionagesatelliten. Die Satelliten im Weltall mit einer hochauflösenden Kamera, einem Radar oder anderer Sensorik ausgestattet sind, scannen und filmen die Erdoberfläche ab. Mit manchen Satelliten besteht sogar die Möglichkeit, Kommunikationen im Radiobereich auszuspionieren. Die Satelliten sind mit übergroßen Parabolantennen ausgestattet.
Bekannt ist, das Spionagesatelliten alles aufnehmen können, selbst einen Stuhl in Deinem Garten. Doch alles was kleiner ist als 15 cm, da ist Schluss. Hier werden klare Grenzen gesetzt, was an physikalischen Phänomenen wie Luftbewegung in der Atmosphäre etc. liegt, aber auch die Größe der Sensoren spielt eine Rolle. Denn auch die Größe der Sensoren an Satelliten sind begrenzt.

Das Pentagon setzt gezielt immer wieder Drohnen ein, um nicht nur Gegner auszuspionieren, sondern auch national in Zeiten des Terrorismus das eigene Land zu bespitzeln. Ganz legal und gesetzeskonform natürlich, so das Pentagon. Drohnen können unbemannte Flugobjekte oder ganze Flugzeuge sein.
Wie können diese Drohnen überhaupt fliegen? Den Energiehunger ermöglichen starke und potente Akkus. Sie ermöglichen somit Richtungswechsel, Schwebeflüge und schnellen Fliegen. Aber Achtung, zu starke Akkus ziehen die Elektronik auf Dauer in Mitleidenschaft.
4 Rotoren halten den kleinen Flieger in einer stabilen Fluglage, drehen sich die vorderen Rotoren langsamer als die hinteren, fliegt die Drohne nach vorne.
Mit einer kleinen Kamera ausgerüstet, die trotz Ihrer Größe hochauflösend und sehr effizient ist, kann auch im Flug tolle Aufnahmen gemacht werden. Nicht immer zur Freude der Landbewohner.
Im privaten Gebrauch natürlich etwas billiger, sind die behördlichen oder militärischen Drohnen ganz anders konzipiert. Viel größer und noch unscheinbarer (quasi eine fliegende Spionage Kamera) spähen die Unbemannten Ihre Umgebung am Boden aus. Der EuroHawk ist die bekannteste Spionage Technologie am Himmel, sie ist die Vorzeigedrohne von der Deutschen Bundeswehr.
Drohnen werden jetzt häufig von privaten Nutzern gekauft, um eben auch Nachbarn und sonstiges auszuspionieren. Doch Vorsicht. Nicht nur das Lenken einer solchen Drohne ist derweilen gefährlich, auch für das Ausspionieren kann strafbar sein.

Also, Spionage findet man nicht nur unter uns, sondern auch über uns. Und so manch gesichtetes UFO stellt sich letztendlich als Spionagedrohne heraus. Passt auf Euch auf!

Über den Autor

Maximilian Köhler

Maximilian Köhler

Maximilian ist ein absoluter Technik Enthusiast und glaubt fest daran das moderne Wissenschaft unser Leben zum positiven verändern wird. Er programmiert für sein Leben gerne und freut sich immer, wenn er ein neues Gadget oder eine App ausprobieren kann.

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