Minox Kamera

Minox
Maximilian Köhler
Verfasst von Maximilian Köhler

Jeder der sich für Spione und Agenten interessiert, hat bestimmt schon was von der Minox gehört. Die Minox ist eine kleine Geheimdienstkamera, die bereits Mitte der 30er Jahre von Walter Zapp entwickelt wurde. Anfangs mit dem Filmformat 6,5 x 9,0 mm, wurde die Minox ab 1938 mit dem Format 8,0 x 11,0 mm produziert. Seitdem wird die Minox immer weiter entwickelt und die Firma passt sich natürlich des Technikfortschritts an und produziert heute sogar Digitalkameras. Hier die aktuellen bestseller auf Amazon:

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1932 gründete Walter Zapp das Unternehmen in Tallinn. Dort fertigte er eine Kleinstbildkamera mit dem Forma 6,5 x 9,0 mm an. In Riga produzierte er dann die Minox im Format 8,0 x 11,00 mm als VEF Minox aus Edelstahl, also schon sehr hochwertig. 1939 kam diese Kamera dann in den Handel.
Durch den zweiten Weltkrieg musste er von dort fliehen und gründete mit einem Freund aus Tallinn namens Jürgens, die Minox GmbH.
Mit dem Zigarettenhersteller Rinn & Cloos ging er eine Kooperation ein (Beteiligung) und nach einigen Querelen mit dem Teilhaber kehrte Zapp dem Unternehmen den Rücken zu. Die Minox A, die kleine Spionagekamera, wurde derweil zu einem Erfolgsmodell.

Aber zurück zu der Minox Agentenkamera. In den 60er und 70er Jahre war diese Kamera die absolut erste Wahl für Spione und Agenten. Im Film Moonraker und Im Geheimdienst Ihrer Majestät nutzt James Bond eine Kamera vom Typ Minox. Die Firma warb damals für die Kamera mit dem Slogan „Leichter als eine Feuerzug und kleiner als eine Zigarre“. Perfekt, damit sie in der Hand oder schnell in der Jackentasche eines Agenten verschwindet. Das ist ja das Ziel einer Spionagekamera, Bilder oder Videos zu machen, was der Bespitzelte nicht merken soll.

Das Gehäuse der Minox A ist aus Aluminium gefertigt. Zusammengeklappt beziehungsweise gezogen misst sie nur 82 x 27 x 15 mm. Die Kamera wird betrieben, in dem sie an beiden Enden nach außen gezogen wird. Wird die Kamera wieder geschlossen, speichert diese das Foto und man kann das nächste durch Aufziehen machen. Der Minox A hat im Gegensatz zu den späteren Modellen keinen eingebauten Belichtungsmesser, so dass es schwierig war im Verborgenen gute Fotos zu machen aufgrund der schlechten Einschätzung der Belichtung.
Die Kamera hat einen vollmechanischen Verschluss Geschwindigkeiten von ½ bis 1/1000 Sekunden. Eine hochpräzise COMPLAN Linse ermöglicht ab 8 Zoll bis unendlich zu fokussieren. Eine sogenannte Filter-Bar befindet sich über den Sucher, die einen Rot- oder Grünfilter vor dem Objektiv bewegen kann. Dieser Filter wird in der Regel verwendet, um einen Kontrast zu erhöhen.
Für die damaligen technischen Verhältnisse ein absolutes Topgerät für Agenten und Spione.

Später dann wurden ja Spionage Kameras verwendet, die noch unauffälliger, noch kleiner waren und zudem noch besser versteckt. Zum Beispiel die Brille mit integrierter Kamera, die Uhr oder der Kugelschreiber, der in der Brusttasche steckte. Heutzutage im Zeitalter von NCIS und FBI (wir kennen alle die Serien mit Leroy Jethro Gibbs) sind besonders Knöpfe mit Kameras beliebt und bekannt. Man kann sie in den seltensten Fällen erkennen, da diese wirklich optisch ausschauen wie richtige Knöpfe. Es gibt sogar für „Normalsterbliche“ Sets, bei denen Ersatzknöpfe dabei sind, die genauso ausschauen wie der Kameraknopf. So ist dieser nicht mehr von den anderen zu unterscheiden.
James Bond sei Dank.

Über den Autor

Maximilian Köhler

Maximilian Köhler

Maximilian ist ein absoluter Technik Enthusiast und glaubt fest daran das moderne Wissenschaft unser Leben zum positiven verändern wird. Er programmiert für sein Leben gerne und freut sich immer, wenn er ein neues Gadget oder eine App ausprobieren kann.

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